Wie Sie Spareribs in 5 mühelosen Schritten professionell zubereiten

Spareribs zubereiten

Spareribs grillen dauert lange. Das kann niemand bestreiten. Aber wenn Sie wissen, wie es geht, sind die Schritte vor und die Schritte nach dem tatsächlichen Grillen der Rippchen kein wirklicher Aufwand. Mit ein bisschen Übung geht die Zubereitung in Windeseile, und das Ergebnis? Die besten Spareribs, die Ihre Gäste und Sie je gegessen haben!

Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Spareribs meisterhaft zubereiten.

Schritt # 1 – Trimming

Wenn Sie Spareribs unbehandelt kaufen, ist es besonders wichtig, dass Sie diese ordentlich trimmen. Das bedeutet nichts anderes als den Strang zu “stutzen”. Sie entfernen Ungenießbares und schneiden Abstehendes weg. Die Rippchen lassen sich dadurch angenehmer kauen.

Die Membranhaut (Silberhaut) entfernen

Das Geheimnis zarter Spareribs ist, die Membranhaut vor dem Grillen zu entfernen. Die Membranhaut ist die dünne, silberne Hautschicht an der Knochenseite der Rippchen. Wie eine Barriere liegt sie fest und undurchlässig am Fleisch. Sie verhindert damit, dass die Spareribs das Aroma des Rubs und des Rauches richtig aufnehmen.

Um die Membranhaut zu entfernen, nehmen Sie ein stumpfes Messer (z.B. ein Butter- oder Besteckmesser) und schieben es horizontal zu den Rippenknochen am seitlichen (größeren) Ende unter die Membranhaut. Lockern Sie die Haut mit dem Messer vom Fleisch, sodass Sie genug Platz haben, um sie gut greifen zu können.

Die Haut ist meistens sehr glitschig, deswegen ein kleiner Trick: Halten Sie sie mit einem Papiertuch fest, dann rutscht sie Ihnen nicht aus den Fingern. Mit ein bisschen Übung lässt sich die Haut daraufhin in einem Stück abziehen.

Lose Fetzen abschneiden

Als Nächstes untersuchen Sie die Spareribs auf lose Fleischfetzen, Fett und Knochensplitter. Fleischfetzchen trocknen beim Grillen aus, sodass sie später sowieso am Tellerrand enden. Entfernen Sie diese also lieber von vorneherein.

Wenn Sie die Spareribs nicht auf einem Smoker grillen, sollten Sie überschüssiges Fett entfernen. Größere Fettmengen bringen nur einen geschmacklichen Vorteil, wenn die Rippchen eine längere Zeit schmoren (und damit meinen wir länger als sechs Stunden).

Das bedeutet nicht, dass Sie alles Fett am Strang abschneiden sollen. Dünnen Sie nur ein bisschen an den größeren Stellen aus. Etwas Fett ist gut, um die Feuchtigkeit im Fleisch zu halten.

Schritt # 2 – Spareribs brauchen einen leckeren Rub

Ein guter Rub erhöht die Geschmacksintensität von Spareribs, ohne dabei den natürlichen Geschmack des Fleischs zu überdecken. Der Rub sorgt auch dafür, dass sich später eine dünne, knusprige Kruste um die Rippchen herum bildet.

Am besten ist es, wenn Sie den Rub gleichmäßig und großzügig auf den Spareribs verteilen – oben, unten und auch an den Seiten und Enden. Die Menge an Rub, die am Fleisch hängen bleibt, ist genau die Menge, die Sie brauchen. Machen Sie sich also keinen Kopf, wenn ein Teil des Rubs abfällt.

Den Rub nicht zu früh auftragen!

Im Idealfall sollten Sie den Rub nur 10 bis 20 Minuten in die Spareribs einziehen lassen. Da der Rub trocken ist, zieht er nicht tief ins Fleisch ein, sondern würzt immer nur die Oberfläche – egal, wie lange man die Ribs stehen lässt.

Sobald der Rub länger als eine Stunde an den Spareribs ist, fangen die Ribs nicht nur an, nach Schinken zu schmecken, sondern auch eine Schinken-ähnliche Konsistenz zu entwickeln.

Deswegen gilt die Rub-Faustregel: Die Spareribs so bald wie möglich nach dem Rub auf den Grill schmeißen.

Wenn Sie die eingeriebenen Spareribs noch einmal in den Kühlschrank stellen müssen, umwicklen Sie sie fest mit Frischhaltefolie, dass der Rub beim Hin- und Herbewegen nicht abfällt.

Schritt # 3 – BBQ-Sauce auftragen

Sie können Ihre Spareribs mit oder ohne BBQ-Sauce genießen. Aber besonders dann, wenn Sie die Ribs auf einem Gasgrill zubereitet haben, verleiht ihnen BBQ-Sauce ein rauchiges Grillaroma.

Sie tragen die BBQ-Sauce auf, nachdem die Rippchen fertig gegrillt sind.

Die Sauce sollte in mehreren dünnen Schichten aufgetragen werden. Tragen Sie die BBQ-Sauce in einer dicken Schicht auf, werden die Spareribs schwer und feucht.

Sie beginnen, indem Sie die BBQ-Sauce dünn auf eine Seite der Spareribs auftragen. Dann legen Sie die Rippchen wieder auf den Grill und schließen den Deckel. Nach fünf Minuten öffnen Sie den Grill, drehen den Strang um und tragen die BBQ-Sauce auf der anderen Seite auf.

Diesen Vorgang wiederholen Sie ungefähr fünfmal. Fünf Minuten nach dem letzten Lackieren können Sie die Spareribs vom Grill nehmen, schneiden und servieren.

Schritt # 4  – die Spareribs servieren

Spareribs lassen sich am besten mit einem langen, scharfen Messer und einer Zange schneiden. Der Trick ist, entlang der Rippenknochen zu schneiden.

Das klappt am besten, wenn Sie den Strang mit der Knochenseite nach oben auf ein großes Schneidebrett legen. Dann sehen Sie ziemlich gut, wo die Rippen verlaufen.

Bis Sie mit dem Schneiden fertig sind, sollten die Spareribs lange genug geruht sein, dass Sie sie direkt servieren können.

Schritt # 5 – Wie Sie Spareribs aufheben

Natürlich schmecken Spareribs  am allerbesten, wenn sie frisch vom Grill kommen. Keine Frage. Wenn Sie die Rippchen aber einmal nicht sofort servieren können, ist das noch lange kein Weltuntergang.

In dem Fall nehmen Sie den Strang vom Grill und lassen ihn ca. 10 Minuten abkühlen. Das gibt der BBQ-Sauce Gelegenheit einzuziehen. Anschließend wickeln Sie die Spareribs in Frischhaltefolie ein. Nehmen Sie lieber keine Alufolie, weil die Säure in der BBQ-Sauce mit dem Aluminium reagieren kann.

Wenn Sie die Ribs einfrieren möchten, wickeln Sie diese in einer einfachen Schicht Frischhaltefolie ein.

Wenn Sie die Rippchen im Kühlschrank aufbewahren wollen, können Sie sie auch in mehreren Schichten eingewickeln.

Bis zu einer Stunde lassen sich Spareribs sogar warmhalten. Wickeln Sie sie einfach in Frischhaltefolie ein und legen Sie ein dickes Handtuch fest darum.

Sie können Spareribs wieder aufwärmen, indem Sie sie aus der Frischhaltefolie nehmen und in eine Glasform legen. Dann decken Sie die Form mit Alufolie ab und stellen sie für ca. eine Stunde in den vorgeheizten Backofen (120° C). Die Ribs trocknen beim Aufwärmen grundsätzlich etwas aus. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie die Rippchen noch einmal großzügig mit BBQ-Sauce einreiben, bevor Sie sie in die Glasform legen.

Eine Idee zu “Wie Sie Spareribs in 5 mühelosen Schritten professionell zubereiten

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