Wenn die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen, die Sonne sich ein paar Minuten blicken lässt und Sie vom ersten Vogel um sechs Uhr früh geweckt werden, fängt der Sommer und damit auch die Grillsaison an. Na gut, wem wollen wir etwas vormachen? Die Grillsaison ist das ganze Jahr über.

Grillen macht einfach immer Spaß. Echte Männer trotzen dem Wetter und grillen auf einem Herd in der Küche ebenso meisterhaft wie auf dem Grill im Garten. Das Einzige, was die Freude am Grillen dämpfen kann, ist eine unzureichende Grillpfanne.

Die Auswahl an Grillpfannen ist groß. Ob Gemüse- oder Steakpfanne, es gibt sie in allen Formen, Größen und Materialien.

Bei Form und Größe fällt uns die Entscheidung selten schwer. Was auf den Herd passt, passt auch auf den Grill, und je mehr Platz für Würstchen, umso besser.

Komplizierter wird es, wenn Sie zwischen Aluminium und Teflon, Melaminharz und Emaille wählen müssen.

Die goldene Regel beim Kauf einer Grillpfanne

Es gibt eine große goldene Regel, die Sie beachten sollten, wenn Sie sich eine Grillpfanne kaufen möchten. Der wichtigste Grundsatz lautet immer, dass die Grillpfanne mit dem richtigen Material beschichtet sein sollte. Dafür gibt es eine simple Erklärung.

Bei häufigem Grillen kann es leicht passieren, dass die Oberflächenbeschichtung der Pfanne Kratzer abbekommt. Selbst, wenn Sie geeignetes Grillbesteck nutzen und die Zucchini vorsichtig und mit Bedacht wenden, hinterlässt jeder Gebrauch Spuren. Je nachdem, aus welchem Stoff die Oberflächenbeschichtung der Pfanne besteht, ist es aber ratsam, diese nicht zu beschädigen.

Mit der ständigen Vorsicht beim Grillen geht natürlich auch ein bisschen vom Spaß verloren. Das wollen wir nicht.

Die Gefahren beschädigter Oberflächen

Für Grillpfannen werden neben Teflon vor allem gerne Beschichtungen aus Melaminharz verwendet, da diese als besonders bruchsicher und glatt gelten.

Doch wie Stiftung Warentest bestätigt, geben Melaminharze bereits bei Temperaturen ab 70°C Melamin und Formaldehyd in bedenklich hohen Mengen frei ¹. Formaldehyd kann, sowohl über Nahrung als auch über die Luft aufgenommen, zu Magenschleimhautreizungen führen. In hohen Konzentrationen fördert es unter Umständen wohl sogar die Bildung von Krebs.

Unabhängig davon scheinen zahlreiche Studien die gesundheitsgefährdenden Auswirkungen der meisten künstlichen Beschichtungen belegt zu haben. So wurde an der University of California ein Zusammenhang zwischen der Nutzungshäufigkeit von Teflon und der Unfruchtbarkeit bei Frauen entdeckt ³, während Forscher der University of Exeter Teflon und Schilddrüsenerkrankungen in einem hohen Zusammenhang stehen sehen ⁴. Darüber hinaus wird von erhöhter Krebsgefahr und einer Übertragung der Toxine an Ungeborene gewarnt.

Die EWG, eine der großen US-amerikanischen Umweltorganisationen, empfiehlt daher, beschichtetes Geschirr nur bei niedrigen Temperaturen zu benutzen und es zur Verminderung toxischer Gase keinesfalls ohne Nahrung oder Flüssigkeit vorzuheizen.

Außerdem rät die EWG, zum Kochen und Braten – und in unserem Fall, zum Grillen – Pfannen aus dem Grundmaterial Edelstahl oder Gusseisen zu verwenden ².

Emaille als Alternativbeschichtung

Möchten Sie Ihr Rumpsteak trotz allem in einer Pfanne mit Beschichtung grillen (ganz konform mit EU-Vorschriften ⁵), empfiehlt sich hierfür Emaille. Laut einer in der NCBI veröffentlichten Studie ist das Risiko einer akuten oder chronischen Vergiftung durch emaillierte Gussware unter normalen Umständen extrem niedrig und zu vernachlässigen ⁶.

Bestätigt wurde dies inzwischen auch durch weitere Studien. Emaille ist ein pflegeleichter Stoff, der sich dank seiner harten, glasartigen Oberfläche leicht reinigen lässt ⁷.

Grillpfannen aus Guss – die beste Wahl

Für unbeschwertes Grillvergnügen kommen vor allem gusseiserne Pfannen in Frage. Nicht nur ihre weitgehend gesundheitliche Unbedenklichkeit, sondern auch ihre hohe Hitzebeständigkeit machen sie zu unserer Nummer Eins, wenn kross gegrillt und sanft geschmort werden soll.

Im Gegensatz zu Teflon und Aluminium können Guss und Emaille auch bei maximalen Temperaturen verwendet werden. Sie sind somit nicht nur ideal für den Grill geeignet, sondern auch eine perfekte Alternative für Steaks, da die Grillpfanne vom Herd direkt in den Ofen kann.

Dank der glatten Oberflächenstruktur von Emaille sowie der natürlichen Patina wirkt die gusseiserne Steakpfanne beinahe ebenso antihaftend wie andere Pfannenarten ⁸.

Die Pflege gusseisernen Pfannen – kein Hexenwerk

Die Hygiene gusseiserner Pfannen ist relativ einfach. Ist bei unbehandelten Gusspfannen die Patina erst eingebrannt, muss sie nicht mehr gepflegt werden als andere Pfannen auch. Emaillierte Pfannen können Sie sogar von erster Sekunde an nutzen. Eingebranntes und Essensreste können mit Seife und Wasser entfernt werden. Sie müssen lediglich darauf achten, dass Sie unbehandelte (!) Pfannen weder zu lange einweichen, noch feucht stehen lassen, da das Eisen ansonsten Rost bilden kann ⁹.

Aber selbst das ist kein Beinbruch. Rost können Sie ohne großen Aufwand wieder entfernen. Einfacher ist aber natürlich, die Grillpfanne nach jedem Abwasch gut abzutrocknen. Am besten nehmen Sie dazu ein Papiertuch, da Eisen und Patina leicht abfärben können.

Wenn Sie Ihre Steakpfanne besonders lieben, können Sie sie nach dem Abwasch neu einbrennen. Nötig ist das aber grundsätzlich nicht. Stattdessen sollten Sie sie so oft wie möglich nutzen – gusseiserne Pfannen teilen die Leidenschaft des Grillens, denn ihre Patina bleibt dadurch am besten und am einfachsten erhalten.

Eine lohnenswerte Investition

Die Investition in eine gute Grillpfanne lohnt sich also durchaus. Es macht gleich doppelt so viel Spaß und zehnmal mehr Vergnügen ein leckeres Rindersteak zu grillen, wenn Sie es hinterher ohne schlechtes Gewissen gegenüber der Gesundheit servieren können.

Quellen

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.