Mit Gusseisen zu einem ausgewogenen Eisenhaushalt

Eisen ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens. Im Körper des Menschen sorgt das Spurenelement nicht nur für die Blutbildung – obwohl das alleine schon eine überragende Leistung ist –, sondern darüber hinaus auch für die Elektronenübertragung, die Sauerstoffspeicherung und den Sauerstofftransport.

Es ist außerdem Bestandteil vieler Enzyme und Proteine, die vitale Aufgaben innerhalb der Atmungskette übernehmen. Kurzum, ein gesunder Eisenhaushalt ist nicht zu unterschätzen.

Mangelerscheinungen treten am häufigsten durch einseitige Ernährung auf und können unter vielen anderen Erkrankungen auch zu Müdigkeit, Herzinsuffizienz, Konzentrationsstörung, Kopfschmerzen und Haarausfall führen ¹.

Eisenmangel entgegensetzen

Laut einer Studie der WHO haben über 80% der Menschen auf der Welt einen zu niedrigen Eisenspiegel und leiden in unterschiedlichem Maße an den sich daraus ergebenden Folgeerscheinungen. Unglücklicherweise werden diese Folgeerscheinungen aber nur selten mit den niedrigen Eisenwerten in Verbindung gebracht ².

Die vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Menge an Eisen liegt für Jugendliche und Erwachsene bei 10-15 Milligramm pro Tag, für Kinder bei 8-10 Milligramm ³. Sie können Eisenmangel also schnell beheben, und das nicht nur in Form von Nahrungsergänzung. Natürlich eisenreiche Quellen wie rotes Fleisch, Linsen, Bohnen, grünes Blattgemüse oder Tofu ⁴ bringen uns schnell wieder in gesunde Verfassung.

Doch es geht sogar noch einfacher. Bereits mehrere Studien haben belegt, dass Essen, dass in Gusseisenpfannen zubereitet wird, die Menge des Eisens im Körpers steigen lässt. Eine an der Universität von Otago (Neuseeland) durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass der Eisenspiegel bereits nach sechzehn Wochen signifikant steigen kann, wenn man in gusseisernen Töpfen und Pfannen kocht ⁵.

Gusspfannen übertragen Eisen

Eisenpfannen stärken den Eisenhaushalt. Die Theorie, die hinter dieser Vermutung steckt, ist einfach. Bewiesen ist bereits, dass sich beim Kochen mit natürlich belassenen Gusspfannen durch Nutzung oder chemische Reaktionen einzelne Eisenatome von der Pfannenoberfläche abspalten können.

Diese werden daraufhin von der in der Pfanne zubereiteten Speisen aufgenommen und so von uns geschluckt. Vermutet wird nun, dass die Eisenpartikel vom Magen ins Blut gelangen, wo sie sich zu Enzymen oder Proteinen, wie Hämoglobin oder Ferritin, bilden. Die Überprüfung dieser Hypothese ist einfach.

Dazu genügt es, in einer gusseisernen Pfanne dieselben Lebensmittel wie in einer Pfanne aus einem anderen Metall zuzubereiten und die Speisen nach dem Kochen auf die Größe der enthaltenen Eisenmenge zu kontrollieren.

Pfannen als Eisenlieferant

Eine 1991 veröffentlichte Studie wählte eben diese Vorgehensweise um zu bestätigen, dass der Gebrauch von Gusspfannen unseren Körper signifikant um das Spurenelement Eisen bereichert. Mehr noch zeigten die Ergebnisse der Studie, dass säurehaltige Lebensmittel eine größere Tendenz haben, Eisen aufzunehmen.

Durchgeführt wurde die Studie mit den Lebensmitteln Apfelmark und Spaghettisoße, Eisentöpfen und Töpfen aus Keramik. Die eine Hälfte des Apfelmarks wurde im Eisentopf, die andere im Keramiktopf erhitzt. Dasselbe geschah mit der Spaghettisoße.

Nach dem Erhitzen wurden die Lebensmittel auf ihren Eisenwert getestet. Das in den Keramiktöpfen zubereitete Essen wies Werte von weniger als einem Milligramm Eisen auf 100 Gramm Lebensmittel auf. Das stellet einen insignifikanten Wert dar.

Das Essen, das in Eisen gekocht wurde, zeigte hingegen deutlich messbare Werte. Auf 100 Gramm Spaghettisoße kamen zwei Milligramm Eisen, auf 100 Gramm Apfelmark stolze sechs Milligramm Eisen.

Unter Einbezug aller Faktoren stellte die gemessene Eisenmenge eine valide Repräsentation des Transfers von Eisen, das sich aus Pfannen abspaltet, in Lebensmittel dar ⁶.

Eisenmangel ade

Pfannen und Töpfe aus Gusseisen eignen sich damit optimal, ganz von Nebenbei den eigenen Eisenhaushalt aufzubessern. Sie geben eine ausreichend große Menge des Spurenelements für den durchschnittlichen Bedarf ab und stellen dabei gleichzeitig kein Risiko einer Überdosis dar.

Am meisten Eisen wird abgegeben, wenn Sie feuchte oder säurehaltige Lebensmittel wie Chili, Rührei, Eintopf oder Soßen zubereiten. Eine Tasse dieser Nahrung enthält nach dem Kochen oder Braten zwischen sechs und acht Milligramm an Eisen.

Wenn das kein Grund ist, die Pfanne aus dem Schrank zu holen. Einfacher und mit mehr Spaß konnten Sie Ihre Eisenwerte noch nie pushen.

 

Quellen

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