Wer kennt es nicht, dieses Szenario? Sie möchten sich etwas Neues kaufen, aber Sie möchten es richtig machen.

Daher informieren Sie sich ausführlich über alle Vor- und Nachteile, über alle möglichen Risiken und versteckten Highlights, Sie lesen Kundenrezessionen und Verbraucherhinweise, fragen Freunde und Nachbarn – nur, um am Ende mit dem frischgekauften Produkt nachhause zu kommen und festzustellen, dass Sie ein winzig kleines Detail übersehen haben.

Eine Kleinigkeit, die natürlich all die mühevollen Stunden der Vorbereitung auf einen Schlag unnötig macht. Da verfliegt das Lächeln schnell. Um zu verhindern, dass dieses Szenario den Titel

„Die neue teure Grillpfanne, die ich jetzt verschenken kann“

trägt, haben wir uns Gedanken darüber gemacht, auf welchem Herd gusseiserne Pfannen – mit Emaille oder naturbelassen – Sinn machen. Denn an so einer Kleinigkeit sollte das Glück wirklich nicht scheitern.

Tauglichkeit auf Gasherden

Keine Frage, Sie können gusseiserne Pfannen ohne Bedenken auf Gasherden einsetzen. Sowohl Guss als auch Emaille verfügen über eine ausgesprochene Hitzeverträglichkeit ¹. Der vollständigkeitshalber wollen wir uns dennoch kurz mit der Option des Gasherdes auseinandersetzen.

Das am Häufigsten genannte Gegenargument für die Nutzung von Eisenpfannen auf Gasherden, die schwache Wärmeleitfähigkeit ², ist schnell entkräftet. Es stimmt, dass Gasherde punktuell erhitzen und dadurch ein hot spot in der Mitte des Pfannenbodens und kalte Stellen an den Rändern entstehen können.

Geben Sie der Pfanne allerdings ein paar Minuten länger zum Vorheizen und drehen sie ein wenig auf dem Kochfeld hin und her, erhitzt sie sich auch gleichmäßig ³. Wir merken uns – Gas und Guss, kein Problem.

Elektroherde – ein reibungsloser Ablauf

Bei einem Elektroherd mit Glaskeramik- oder Cerankochfeld besteht oft die Sorge, dass das Material des Kochgeschirrs die Kochplatten zerkratzen könnten. Die Wahrheit ist, dass das jede Art von Pfanne kann und auch tut, wenn Sie unachtsam bei der Sache sind. Eine Eisenpfanne unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht von einer aus Aluminium, Kupfer oder Edelstahl.

Irrtümlicherweise verbindet man mit Eisen aber oft eine sehr raue Oberfläche. Eisenpfannen werden jedoch nach dem Gussprozess gestrahlt und gereinigt. Diese Prozesse entfernen grobe Unreinheiten (Grate) und den durch das Gießen hängengebliebenen Sand. Ist die Angst noch immer groß, brennen Sie die Eisenpfanne vor dem ersten Gebrauch einmal mehr ein. Die entstandene Patina bildet eine glatte Schicht um das Eisen und bietet so noch größeren Schutz vor unwahrscheinlichen Kratzern ⁴.

Dieselbe Funktion hat die emaillierte Oberfläche einer Eisenpfanne. Emaille ist ein Schutzüberzug, der durch seine Ähnlichkeit mit Glas sehr hart und aalglatt ist ⁵. Mit ihm schlittert die gusseiserne Pfanne wie eine Eins von Kochfeld zu Kochfeld.

Induktionsherde – der Endgegner aller Pfannen

Die große noch offene Frage ist, ob Eisenpfannen auf einem Induktionsherd benutzt werden können. Induktionsherde sind vor allem bei begeisterten Köchen beliebt, die die Kunst ernsthaft betreiben wollen. Induktionsherde sind in vielerlei Hinsicht von Vorteil.

Der Energiefluss der Hitze lässt sich sekundenschnell und exakt regulieren, Energie geht nicht verloren, da diese das Kochgefäß selbst direkt erhitzt und die Arbeitsfläche lässt sich einfach reinigen ⁶. Die Hitze entsteht durch magnetische Wechselfelder, die auf den Boden des Topfes oder der Pfanne übertragen werden. Dort werden die Wechselfelder mithilfe von Unmagnetisierungsverlusten und induzierten Wirbelströmen in Hitze umgewandelt.

Klingt zu gut, um wahr zu sein? Das ist es leider auch. Der größte Nachteil an Induktionskochfeldern ist, dass Sie nicht jedes Kochgeschirr auf ihnen benutzen können. Sie benötigen Kochgeschirr aus elektrisch leitendem Material, das magnetisierbar ist oder zumindest über einen solchen Boden verfügt ⁷.

Edelstahl, Kupfer, Glaskeramik, Aluminium und Glas fallen aus diesem Muster. Sie sind daher nicht für Induktionsherde geeignet, sofern sie nicht mit einer speziell dafür vorgesehenen Topfbodenzusammensetzung versehen wurden. Es funktionieren allerdings – und hier kommt die gute Nachricht – Böden aus Gusseisen oder Emaille ⁸.

Wir können also festhalten, dass gusseiserne Pfannen – mit oder ohne Emaillebeschichtung – zwei der wenigen Materialien sind, die problemlos auf diesem eingesetzt werden können.
Für den kleinen Trick um zu überprüfen, ob Kochgeschirr für den Induktionsherd geeignet ist, brauchen Sie übrigens nur einen Magneten. Wird er vom Boden der Pfanne angezogen und bleibt dort haften, ist das Geschirr induktionsfähig ⁹.

Gusseisen als Alleskönner

Zusammenfassend darf gesagt werden, dass Sie beim Kauf einer gusseisernen Pfanne – zumindest, was die Verträglichkeit mit dem zuhause stehenden Herd betrifft – nichts falsch machen werden können. Herde, Eisen und Emaille gehen Hand in Hand.

 

Quellen

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