Die emaillierte Gusspfanne – ein kleiner Steckbrief

Emaillierte Gusspfanne ein kleiner Steckbrief

Es gibt den Moment, in dem Sie einfach nicht drum herumkommen, eine (neue) Pfanne zu kaufen.

Sei es nun, weil die Grillsaison gebührend eingeläutet werden muss, oder weil beim Braten inzwischen mehr Pfannenstückchen als Steak auf dem Teller landen – es bleibt die brennende Frage, auf welches gute Stück die Wahl fallen soll.

Gusseiserne Pfannen sind der neue, gar nicht mehr ganz so geheime Geheimtipp unter Hobbyköchen und Küchenchefs.

Man muss nicht jedem Trend folgen, das ist wahr. Doch in diesem Fall gibt es sogar einige schlagende Argumente, weshalb es sich tatsächlich einmal lohnen könnte.

Die Basis stimmt

Pfannen werden aus Aluminium, Kupfer, Edelstahl oder Eisen geformt. Warum Eisen meist die beste Wahl unter diesen Metallen zur Herstellung von Pfannen ist? Die Antwort ist einfach.

Kupfer hat zwar die beste Wärmeleitfähigkeit, kann die aufgenommene Hitze jedoch nicht lange halten und hinterlässt graue Schmiere in bestimmten Lebensmitteln [i].

Edelstahl ist zwar grundsätzlich ein gesundheitlich unbedenklicher Stoff, verfügt jedoch über eine viermal geringere thermische Leitfähigkeit als Eisen [ii] und wird daher meistens mit Aluminium- oder Kupferschichten überzogen.

Studien zufolge gibt Aluminium für den menschlichen Körper gefährliche Leichtmetalle frei, sobald es mit Säuren in Verbindung kommt oder erhitzt wird [iii].

Gerade Letzteres ist für eine Pfanne eine ziemlich ungünstige Eigenschaft. Eisen hingegen hat eine für die heutigen Elektroherde angemessene Wärmeleitfähigkeit, strahlt darüber hinaus stark Hitze ab [iv] und die Partikel, die sich bei Nutzung aus der Oberfläche lösen können, bereichern den vital benötigten Eisenhaushalt des eigenen Körpers [v].

Oberflächenbeschichtung in eigener Herstellung

Eine Eisenpfanne ist auch die perfekte Wahl, wenn man kein begeisterter Anhänger künstlicher Oberflächenbeschichtung ist und noch eine alte Pfanne zuhause liegen hat.

Da Eisen keine unverträglichen Stoffe oder Gase freisetzt, genügt es, die Pfanne durch anfängliches Einbrennen von Fett mit einer natürlichen Schutzschicht, der Patina, zu versehen.

Die Patina verstärkt sich durch jeden Gebrauch von alleine und glättet die Oberfläche des Metalls, sodass mit der Zeit eine antihaftende Wirkung entsteht [vi].

Die Krux bei Antihaftoberflächen

Durch die EU-Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004 sind unbeschichtete Pfannen in Europa allerdings schwer zu finden geworden.

Möchten Sie eine Pfanne aus dem Ausland kaufen, sollten Sie bei den typischen Antihaftschichten aufpassen, da diese schnell alle Vorteile von Gusseisenpfannen zunichtemachen können.

Teflonpfannen sind unabhängig ihres Trägermaterials vermutlich gesundheitlich bedenklich. Die Dämpfe der Ausgangsstoffe PTFE und PFOA können wohl Lernstörungen und Fieber verursachen. Die Aufnahme der Partikel können laut Untersuchungen zu Unfruchtbarkeit, Schilddrüsenerkrankungen und Krebs führen [vii].

Teflonbeschichtungen können sich anscheinend bereits nach zwei bis fünf Minuten auf einem gewöhnlichen Herd so stark erhitzen, dass die Beschichtung an Stellen bricht und toxische Gase entweichen können [viii].

Emaille als Lösung

Die Nutzung von Pfannen, die mit Emaille überzogen sind, birgt hingegen prinzipiell keine gesundheitlichen Risiken. Emaille ähnelt einer glasartigen Schutzschicht, die das Trägermaterial vor Korrosion und einwirkenden Temperaturveränderungen schützt.

Zwar ist Emaille ein spröder Stoff, der bei unsachgemäßem Gebrauch genau wie Glas auch springen kann, doch müssen Sie sich wirklich absichtlich anstrengen, um Emaille auch nur mit Kratzern zu versehen. Emaille haftet fest am Metall an [ix].

Der Trend bewährt sich

Gusseiserne Pfannen, ob nun naturbelassen oder emailliert, haben es redlich verdient, dass der Trend um sie wieder auflebt.

Sie überzeugen durch herausragende Leistung und fordern keine Kompromisse, was unsere gesundheitliche Verfassung anbelangt. Mit ihnen können Sie nur gewinnen.

 

Quellen

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